Museumspädagogik

Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrer Schulklasse/Ihrer Kindergruppe sich für einen Besuch im Dorfmuseum Gahlenz interessieren. Gemeinsam mit Ihren Kindern können Sie anschaulich erfahren, wie unsere Vorfahren um 1900 auf einem Bauernhof lebten und arbeiteten. Wir haben für Sie verschiedene Angebote vorbereitet. Im Objekt können die Kinder ein mitgebrachtes Frühstück einnehmen und während der Pause sich im Außengelände frei bewegen. Bis zu einer Teilnehmerzahl von 30 Kindern bieten wir ein traditionelles Mittagessen an. Bei Interesse können Sie uns gern kontaktieren.

MUSEUMSPÄDAGOGIK FÜR KITA UND VORSCHULE

Alte Kinderspiele
Früher gab es weder Fernseher, Tablet oder Smartphone, die Eltern hatten selten Zeit und es gab keine angelegten Spielplätze. Trotzdem hatten die Kinder keine Langeweile, denn sie kannten viele schöne Spiele für draußen in der freien Natur oder drinnen im Haus: Bewegungsaktive Ball-, Hüpf-, Versteck- oder Fangspiele, Stelzenlaufen, Kreiseln, Murmelspiele und Kräftemessen einzeln oder in der Gruppe. In Manufakturen hergestelltes Kinderspielzeug war sehr teuer, deshalb waren selbst gebastelte Schiffe, Windräder, Papierflieger, Schleudern und Kullerbahnen Gegenstand vieler Spiele. Warum soll den heutigen Kindern nicht ebenso gefallen, was den Großeltern und Urgroßeltern Spaß gemacht hat? Auf dem Gelände des Dorfmuseums werden verschiedene Spielmöglichkeiten angeboten. Kinder können sich frei bewegen, Geschicklichkeit üben, ein eigenes Springseil drehen, ein Picknick machen und viele Anregungen mit nach Hause nehmen.

Bildungsbereich: Somatische Bildung (Bewegung), Kommunikative Bildung (Sprache), Soziale Bildung (Differenzerfahrung)
Altersempfehlung: 5-7 Jahre
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 30
Organisationsform: betreute Stationen
Hinweis: Das Projekt findet im Außengelände statt, deshalb auf witterungsgerechte Kleidung und festes Schuhwerk achten.

Weitere Angebote können aus dem Bereich Schule ausgesucht und an das Alter angepasst werden.

MUSEUMSPÄDAGOGIK FÜR SCHULEN

Ländliches Lernen leicht gemacht
Die museumspädagogischen Angebote für Schulen orientieren sich an den aktuellen Lehrplänen für Schulen in Sachsen. Dabei sind die Empfehlungen für bestimmte Altersgruppen und Lernbereiche nicht unbedingt bindend. Abänderungen und eigene Wünsche können gern mit uns besprochen werden. Eine Kostenübernahme für die Fahrt und den Museumsbesuch können bei der Sparkassenstiftung für Soziales und Umwelt im Rahmen des Projektes „Wir fördern Bildung“ beantragt werden. Gern beraten wir Sie betreffend zu passenden Angeboten und Terminen.

Paul braucht eine neue Hose – vom Flachs zum Leinen
Pauls Hose ist kaputt! Seine Mutter macht ihm eine neue aus Leinen – und das ist um 1850 gar nicht so einfach. Hergestellt wird Leinen aus Fasern der Flachs- bzw. Leinpflanze. Der Weg von der Faser bis zum fertigen Leinenstoff war früher lang und mühsam und erforderte viele fleißige Hände. Die Schüler lernen die Leinpflanze kennen und erfahren, wie sie angebaut und geerntet wurde. Die einzelnen Arbeitsschritte wie Riffeln, Brechen und Schwingen, die zur Gewinnung der Flachsfasern notwendig waren, werden gezeigt und teilweise vorgeführt. Das aus den Samen der Leinpflanze gewonnene Leinöl kann zu frischem Brot oder zu Kartoffeln mit Kräuterquark probiert werden.

Einordnung in den Lehrplan:
Grundschule, Werken, Kl. 1 und 2, Wahlpflicht 3 – Vom Nutzen textiler Werkstoffe
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Organisationsform: Führung mit Vorführung und Schüleraktivität, Veranschaulichung der Gewinnung der Flachsfaser
Material: Arbeitsblatt, Stifte bitte mitbringen

Rund um die Kartoffel
Das Projekt vermittelt Wissenswertes über die Herkunft, den Anbau und die wirtschaftliche Bedeutung der Kartoffel. Arbeitsgeräte wie zum Beispiel ein Häufelpflug, eine Lochmaschine, ein Kartoffelroder, Harken und Lesekörbe zeigen, wie mühsam es früher war, die „Erdäpfel“ anzubauen und zu ernten. Selbst zubereitet, gibt es zum Mittagessen – ganz traditionell – Pellkartoffeln mit Kräuterquark.

Einordnung in den Lehrplan:
Grundschule, Sachunterricht – SU, Kl. 3, LB 1 – Begegnung mit Pflanzen und Tieren
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Organisationsform: Führung im Wohnhaus und Außenbereich, Zubereitung des Mittagessens


Mmmm – Milch
Milchkühe waren für die Bauernfamilie seit jeher die Quelle der Ernährung und Gesundheit. Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Kühe mit der Hand gemolken. Das war sitzend auf einem Melkschemel mit dem Melkeimer zwischen den Knien gar nicht so einfach. Die Verarbeitung der Milch zu Butter und Quark erfolgte unter Aufsicht der Bäuerin und peinlichster Reinlichkeit. Im Projekt erfahren Schüler Wissenswertes über die Milch, lernen Arbeitsgeräte und die einzelnen Arbeitsschritte bei der Milchgewinnung, Quarkzubereitung und beim Buttern kennen. Nach vorheriger Absprache können sie einen Bauernhof im Dorf besuchen, unter anderem erfahren sie dort, was Kühe mit einem Roboter zu tun haben. Selbst aktiv werden sie beim Butterstampfen und Handmelken.

Einordnung in den Lehrplan:
Grundschule, Sachunterricht-SU, Kl. 1 – 4, LB 2 – Mein Körper und meine Gesundheit
Dauer: 120 min, 180 min mit Bauernhofbesuch
Organisationsform: Führung mit Schüleraktivität, Butter stampfen und Handmelken an einem Modell, Besuch eines Bauernhofes im Dorf
Material: Arbeitsblatt
Hinweis: Festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung erforderlich!

Im „Kretzgärtel“ unterwegs
Im „Kretzgärtel“ des Museums wachsen über 30 verschiede Kräuter, welche die Schüler mit allen Sinnen erkunden können. Nebenbei erfahren sie, wie einst die einzelnen Gewürz- und Heilkräuter in der Bauernküche und für die Gesundheit von Mensch und Tier Verwendung fanden. Zwischendurch schmecken ein selbst zubereiteter Kräutertee und ein einfaches Gericht mit frischen Kräutern in gemeinsamer Runde ganz besonders gut. Für ein Herbarium können Pflanzen gesammelt werden.

Einordnung in den Lehrplan:
Grundschule: Sachunterricht-SU, Klasse 1 – 4, LB 2 – Mein Körper und meine Gesundheit
Förderschule: Sachunterricht-SU, Klasse 1 und 2, Wahlpflicht 4 – Natur entdecken
Dauer: 120 min
Teilnehmerzahl: max. 25
Organisationsform: Führung im Garten, Zubereitung einer Speise
Hinweis: Angebot gilt von Mai bis September, festes Schuhwerk erforderlich

Wohnen vor 100 Jahren
Die Schüler lernen ein bäuerliches Wohnhaus kennen und gewinnen Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Urgroßeltern. Unter anderem erfahren sie, wie deren Tagesablauf verlief, wer was zu tun hatte, wie sie kochten und heizten, wie sie ihre Lebensmittel aufbewahrten, wie sie schliefen und wie sie sich und ihre Wäsche wuschen.

Einordnung in den Lehrplan:
Grundschule, Sachunterricht-SU, Klasse 3, Lernbereich 1 – Zusammen leben und lernen
Förderschule, Sachunterricht-SU,
Dauer: 120 min
Teilnehmerzahl: max. 25
Organisationsform: Führung im Wohnhaus
Material: Arbeitsblatt, Stift bitte mitbringen

Getreideernte vor 100 Jahren
Auf verschiedene Weise lernen die Schüler die Arbeitsgeräte und die einzelnen Arbeitsschritte der Getreideernte kennen und erfahren außerdem, was eine Tenne, eine Bansel, eine Windfege und eine Garbe ist. Ihre Muskelkraft können sie beim Dreschen mit dem Dreschflegel, Trennen der Spreu von den Getreidekörnern und dem Aufstellen einer Getreidepuppe beweisen. Ein Film mit alter Erntetechnik fasst das Erlernte noch einmal zusammen.

Einordnen in den Lehrplan:
Grundschule: SU, Klasse 3, LB 3 – Begegnung mit Pflanzen und Tieren
Förderschule: SU, Klasse 3 und 4, Wahlpflicht 4 – Natur entdecken und erleben
Dauer: 120 min
Teilnehmerzahl: max. 25
Organisationsform: Führung und Vorführung, Veranschaulichung durch Aktivangebote, Film
Material: Wissensquiz, Stifte bitte mitbringen
Hinweis: Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung erforderlich.

Wäschewaschen wie zu Uromas Zeiten
Die Schüler erleben aktiv die Schwerstarbeit eines Waschtages: wie die Wäsche eingeweicht, gestampft, gerubbelt, gespült, gewrungen, gebleicht, getrocknet, gebügelt und schließlich fein säuberlich in den Wäscheschrank einsortiert wurde. Diese einzelnen Arbeitsschritte können die Schüler mit mitgebrachten kleinen Wäschestücken selbst fleißig üben. Nach der großen Anstrengung tut allen eine erfrischende Kräuterlimonade gut.

Einordnen in den Lehrplan:
Grundschule: Sachunterricht-SU, Kl. 3 und 4, Lernbereich 1 – Zusammen leben und lernen
Förderschule:
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Organisationsform: Führung mit Vorführung und Schüleraktivität
Material: Arbeitsblatt, Stifte bitte mitbringen
Hinweis: Angebot gilt von April bis September

Auf der Wiese unterwegs
Die Wiese, seit jeher als Viehweide, zur Heugewinnung und für den Obstanbau genutzt, bietet den Schülern die Bekanntschaft mit einer Vielzahl an Pflanzen und Wildkräutern. Auf dem Rundgang erfahren sie vieles über die Pflanzenheilkunde und über die Heilwirkung und Verwendung der Wildkräuter. Pflanzen können für ein Herbarium gesammelt, bestimmt oder zu einer schmackhaften Kräuterspeise verarbeitet werden.

Einordnen in den Lehrplan:
Grundschule: SU, Klasse 1, 2 und 3, LB 3 – Begegnung mit Pflanzen und Tieren
SU, Klasse 3, Wahlpflicht 2 – Jahrtausendpflanzen
Förderschule: SU, Klasse 1 und 2, Wahlpflicht 4 – Natur entdecken
Werken, Klasse 3 und 4, LB 4 – Natur entdecken und erleben
Biologie, Klasse 7, Wahlpflicht 3 – Heilpflanzen
Oberschule: Biologie, Klasse 5, Wahlpflicht 3 – Heil- und Gewürzpflanzen
Gymnasium: Biologie, Klasse 6, LB 1 – Samenpflanzen, Wahlpflicht 3 – Pflanzen helfen heilen

Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Organisationsform: Einstiegsgeschichte, Kräuterführung auf der Wiese, Kräuter sammeln und bestimmen, altersgerechte Spielaktionen, Zubereitung von Kräuterspeisen
Material: Arbeitsblatt, Stifte bitte mitbringen
Zeitraum: Mai bis Oktober
Hinweis: festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung erforderlich, zusätzliche Materialkosten möglich

Wunderwelt der Bienen
Schon unsere bäuerlichen Vorfahren wussten, dass Bienen nicht nur leckeren Honig produzieren sondern bedeutende Pflanzenbestäuber sind. Anhand des Bienenhauses und Beobachtungskastens erfahren die Schüler vieles über die fleißige Arbeit der Bienen und die des Imkers und entdecken dabei vielleicht die Bienenkönigin. Außerdem wie Bienen früher gehalten wurden, was sie außer Honig noch produzieren und wie wir sie heute unterstützen können. Am Schluss nehmen die Schüler an einer Honigverkostung teil und können aus Bienenwachs Kerzen herstellen.

Einordnen in den Lehrplan: Grundschule: SU, Klasse 3,LB 3 – Begegnung mit Pflanzen und Tieren
Förderschule: Biologie, Klasse 5/6, Wahlpflicht 1 – Leben in einem Tierstaat
Oberschule und Gymnysium: Biologie, Klasse 6, LB 4, Wirbellose Tiere in ihren Lebensräumen
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Organisationsform: Besichtigung des Bienenhauses, anschauliche Wissensvermittlung, Honigverkostung, Bastelangebot
Material: Arbeitsblatt, Stifte mitbringen
Zeitraum: Mai – September

Traditionelles Handwerk 

Zur Einführung erfahren die Schüler, welche Handwerker es vor 100 Jahren gab und wie die historische Entwicklung des Handwerks auf dem Land verlief. Die enge Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke untereinander wird anhand verschiedener Ausstellungsstücke erläutert. Traditionelle Arbeitstechniken können nach vorheriger Auswahl gezeigt oder auch selbst probiert werden. Je nach Gruppengröße sind 2 Angebote und max. 3 möglich.

Angebot 1: Seile drehen
Angebot 2: Besen binden
Angebot 3: Röhren bohren
Angebot 4: Holzschindeln herstellen
Angebot 5: Spinnen
Angebot 6: Federn schleißen

Einordnen in den Lehrplan:
Förderschule: Werken, Klasse 5 und 6, LB 2 – Handwerk früher und heute
Oberschule: TC, Klasse 5, Wahlpflicht 2 – Traditionelles Handwerk
Gymnasium: TC, Klasse 5, Wahlpflicht 2 – Traditionelles Handwerk
Organisationsform: Führung und Vorführung mit betreuten Aktiv-Angeboten, Stationsbetrieb
Dauer: 120 min
Teilnehmer: max. 25
Material: Arbeitsblatt, Stifte bitte mitbringen
Hinweis: festes Schuhwerk und entsprechende Arbeitskleidung erforderlich, je nach Angebot zusätzliche Materialkosten

MUSEUMSPÄDAGOGIK FÜR DIE FREIZEIT
Einige unserer Angebote können Sie und Ihre Kinder auch bei verschiedenen Freizeitveranstaltungen erleben – zum Beispiel bei Kindergeburtstagen, mit der ganzen Familie, aber auch für Hortgruppen und Ferienprogramme oder und mit anderen Kindergruppen. Sprechen Sie uns einfach an, gern gehen wir auch auf Ihre Wünsche ein.

Alte Kinderspiele
Früher gab es weder Fernseher, Tablet oder Smartphone, die Eltern hatten selten Zeit und es gab keine angelegten Spielplätze. Trotzdem hatten die Kinder keine Langeweile, denn sie kannten viele schöne Spiele für draußen in der freien Natur oder drinnen im Haus: bewegungsaktive Ball-, Hüpf-, Versteck- oder Fangspiele, Stelzenlaufen, Kreiseln, Murmelspiele und Kräftemessen einzeln oder in der Gruppe. In Manufakturen hergestelltes Kinderspielzeug war sehr teuer, deshalb waren selbst gebastelte Schiffe, Windräder, Papierflieger, Schleudern und Kullerbahnen Gegenstand vieler Spiele. Warum soll den heutigen Kindern nicht ebenso gefallen, was den Großeltern und Urgroßeltern Spaß gemacht hat? Auf dem Gelände des Dorfmuseums werden verschiedene Spielmöglichkeiten angeboten. Kinder können sich frei bewegen, Geschicklichkeit üben, ein eigenes Springseil drehen, ein Picknick machen und viele Anregungen mit nach Hause nehmen.

Dauer: 90 min
Teilnehmer: max. 30
Organisationsform: betreute Stationen
Material: Es können zusätzliche Kosten für Bastelmaterial entstehen.
Hinweis: Das Projekt findet im Außengelände statt, deshalb auf witterungsgerechte Kleidung und festes Schuhwerk achten.